Mein Weg zu BeziehungsWetter

Ich heiße Rebekka, bin Diplom-Meteorologin, geprüfte, anerkannte und zertifizierte Kursleiterin in der bindungs- und beziehungsorientierten Familienbegleitung, Eltern- und Familienberaterin i.A. und Mama von zwei Kindern. 

Nach meinem Studium habe ich viele Jahre als "Wetterfrau" im Hörfunk (WDR und SR), Internet und gelegentlich auch Fernsehen gearbeitet. Es entwickelte sich für mich ziemlich schnell zu einer Art Traumjob. Anderen Menschen das Wetter näher zu bringen, ihnen nicht nur zu sagen, ob es heute kalt oder heiss wird, sondern dabei auf möglichst leicht verständliche Weise zu erklären, was genau gerade bei dem Gewitter über unseren Köpfen passiert, wieso es nun doch neblig statt sonnig ist und wann denn nun endlich das Sommerhoch kommt - das machte mir unheimlich viel Spaß.

Dann wurde ich Mama. Mit der Geburt meines ersten Kindes begann ich, mich mit Bindung, Beziehung und der Entwicklung von Kindern zu beschäftigen. Wir lebten in dieser Zeit in den USA. Der Umgang mit Kindern ist dort sehr verhaltensorientiert. In meinem damaligen Umfeld wurde schon bei den klitzekleinsten Babys "cry it out" (nachts alleine schreien lassen) praktiziert, was mich einerseits erschreckte und andererseits darin bestärkte, bei meinem Kind einen anderen Weg einzuschlagen. Und so las ich unzählige Bücher über kindliche Entwicklung, über die Folgen von Strafen, Drohungen und Gewalt sowie darüber, wie Kinder körperlich und seelisch gesund aufwachsen. Zurück in Deutschland merkte ich, dass dieses ganze Wissen, welches nachweislich in der Forschung zu finden ist, irgendwie bei den allermeisten Leuten noch nicht angekommen ist. Und so entschloss ich mich, eine Grundausbildung in bindungs- und beziehungsorientierter Pädagogik bei Katia Saalfrank zu machen, um dabei zu helfen, dieses Wissen weiter zu verbreiten. Um noch mehr Eltern und generell Erwachsenen davon zu erzählen, dass Kinder noch viel cooler sind, als wir ohnehin schon dachten.

Jetzt kommt das Wetter wieder ins Spiel. 

Ich habe viele Jahre ehrenamtlich in Kinder- und Jugendgruppen mitgearbeitet. Die Arbeit mit Kindern hat mir immer irre viel Spaß gemacht. Genauso viel Spaß wie meine Arbeit im Radio. "Wetter und Kinder" - das war jahrelang meine Antwort auf die Frage, was ich zukünftig noch machen möchte. Ich besuchte die Kindergärten meiner Nichte und Neffen, die Grundschulklassen von Bekannten und brachte den Kindern etwas übers Wetter bei. Die Kinder machten mich mit ihren vielen Fragen und ihrem Vorwissen teilweise sprachlos und gleichzeitig kam ich aus dem Grinsen nicht mehr heraus. Ja, genau so etwas sollte es sein!

Tja, nur manchmal braucht es Zeit, bis ein Gedanke reifen kann. Einen Umzug in die USA, zwei Kinder und einen Rückzug nach Deutschland später, setze ich es nun endlich mit BeziehungsWetter in die Tat um und verbinde meine zwei großen Themen: Wetter und Kinder. 

Mit kleinen Wettervorträgen, Workshops und Projekten in Kindergärten und Schulen möchte ich bei Kindern die Begeisterung und Neugier nicht nur fürs Wetter, sondern generell für Naturwissenschaften wecken. 

Meine Kinder besser verstehen-Kurse richten sich zuallererst an Eltern und pädagogische Fachkräfte. Aber auch an Großeltern, Tanten, Onkels und alle, die sich für kindliche Entwicklung interessieren. Mein Ziel ist es, den Blick auf Kinder zu verändern. Weg von der Sicht, dass Kinder uns nur ärgern wollen und Strafen und Konsequenzen benötigen, hin zu einer vertrauensvollen Beziehung, die auf Augenhöhe stattfindet. Eltern sein ist alles andere als leicht. Niemand bringt uns so sehr an unsere eigenen Grenzen wie unsere eigenen Kinder. Für mich hat es sich unheimlich gelohnt, tiefer zu blicken; zu verstehen, warum mein Kind gerade so handelt und dass es oft einfach nicht anders kann, weil seine Entwicklung es noch nicht zulässt. Das heißt nicht, dass wir keine Konflikte mehr zu Hause haben. Die haben wir natürlich weiterhin. Meine Kinder können mich wunderbar auf die Palme bringen und ja, ich werde auch laut und motze rum. Alles andere wäre nicht ich und somit nicht authentisch. Aber was wir nicht haben, sind Machtkämpfe! Ich kenne die Grenzen meiner Kinder und sie kennen meine. Das bedeutet nicht zwingend, dass vor allem meine jüngste Tochter, die mit 4 Jahren mitten in der Autonomiephase ist, es schafft diese Grenze immer zu wahren. Kinder sind nun mal Grenzgänger. Ich bin jedoch stolz darauf, dass wir es in unserer Familie nach Konflikten, und ist es dabei noch so laut und emotional zugegangen, immer schaffen darüber zu sprechen und sie mit klarem Kopf zu klären. Indem jeder sagt, was los war und auch wir Eltern uns bei unseren Kindern entschuldigen, wenn wir im Unrecht waren oder doof gehandelt haben. 

Anfang August 2023  habe ich die Weiterbildung über die kindliche Entwicklung zwischen 6 und 12 Jahren bei Katia Saalfrank beendet und die Prüfung bestanden. Ich freue mich schon jetzt sehr darauf, Euch neben dem Kleinkind ein weiteres Kursangebot über das Schulkind machen zu können. Denn in diesem Alter gibt es sehr wenig Angebote für Eltern. Als würden sich Schulkinder nicht mehr entwickeln und bräuchten keine Begleitung mehr. Diese Lücke möchte ich gerne helfen zu schließen. Denn in der Wackelzahnpubertät passiert enorm viel an Entwicklung bei unseren Kindern. Im September 2023 habe ich außerdem eine Ausbildung zur Eltern- und Familienberaterin begonnen, um mein Wissen noch weiter auszubauen, es aktuell zu halten und mein Angebot erweitern zu können. 

 
 
 
 
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