Ein neuer Blick und neue Wege 

Das Wunschkind ist endlich auf der Welt und wir Eltern haben oft ein Idealbild vor Augen. Wir malen uns ein liebevolles, stressfreies Familienleben voller Freude und Glück aus. Spätestens mit dem Beginn der berühmten "Trotzphase" werden wir jedoch knallhart in die Wirklichkeit zurückgeholt. Der Alltag mit Kindern ist eine riesengroße Herausforderung. Neben all den schönen Momenten zeigen Kinder uns ziemlich erbarmungslos unsere eigenen Grenzen auf, die uns vorher oft gar nicht bewusst waren. Das kann zwar einerseits eine persönliche Bereicherung sein, aber auch dazu führen, dass wir uns als Eltern schnell alleine gelassen, überfragt und hilflos fühlen. Warum sagt mein Kind ständig NEIN? Warum macht es genau das Gegenteil von dem, was ich sage? Wieso hat es das andere Kind gehauen? Warum trödelt es so?  Ich wette, Du hast in diesen Momenten schon folgenden Satz zu hören bekommen: "Dein Kind macht das mit Absicht, es will Dich testen". Ist das wirklich so? Nein! Kinder haben IMMER einen Grund für ihr Verhalten. Auch wenn es uns Erwachsenen manchmal schwer fällt, diesen zu erkennen. Trotz meines angesammelten Fachwissens weiß auch ich nicht immer sofort, was bei meinen Kindern los ist. Für mich hat es sich jedoch wahnsinnig gelohnt, zu verstehen, dass es irgendwo einen Grund hinter dem Verhalten gibt und ich ihn nur finden muss. Was manchmal einfacher und manchmal kniffliger ist. Generell war es für mich ein AHA-Erlebnis zu verstehen, dass die Gehirnentwicklung meines Kleinkindes ein anderes Verhalten momentan einfach nicht zulässt. Es hat mir geholfen, Wutanfälle meiner Kinder gelassener zu begleiten. Oder in Konflikten nicht mit einem "Wenn, dann"-Satz zu kommen, sondern auf die Kooperationsbereitschaft meines Kindes zu setzen. Kinder sind Teamworker! Man muss ihnen nur eine Chance dazu geben.

Die Kinder besser verstehen - Kurse  (KBV) basieren auf der bindungs- und beziehungsorientierten Pädagogik nach Katia Saalfrank. Der Kerngedanke dabei ist, dass wir das Verhalten von Kindern nicht als störend ansehen, sondern als wertvollen Hinweis darauf, welche Gefühle und emotionalen Bedürfnisse gerade betroffen sind. Wir werden gemeinsam alte Glaubenssätze, die in uns schlummern, hinterfragen und Erziehungsirrtümer aufdecken, um am Ende neue Wege im Umgang mit unseren Kindern zu finden. Den Kursen liegen die aktuellsten Erkenntnisse aus der Bindungs- und Säuglingsforschung, der Hirnforschung, Entwicklungspsychologie und Evolutionsbiologie zugrunde.

Zu den Kursen

Was ist bindungs- und beziehungsorientiert? 

Die bindungs- und beziehungsorientierte Pädagogik ist keine Erziehungsmethode oder gar ein Handbuch, wie man mit Kindern umzugehen hat. Es ist schlicht und einfach eine innere Haltung, mit der wir anderen Menschen begegnen und sie behandeln. Ganz egal ob kleine oder große Menschen. Bleiben wir aber beim Kind: das Kind darf sein, wie es ist. Wir nehmen es ernst. In dem was es sagt, was es fühlt und was es braucht. Unsere Kinder werden von uns geliebt, weil sie sind wie sie sind. Nicht weil sie sich so verhalten, wie wir es gerne hätten. Die Beziehung zueinander steht im Mittelpunkt.

Bindungs- und beziehungsorientiert heißt NICHT, dass es keine Grenzen für das Kind gibt. Im Gegenteil: wir Erwachsenen nehmen eine klare Führungsrolle ein. Wir positionieren uns, machen uns in unseren eigenen Grenzen, Gefühlen und Bedürfnissen sichtbar und wir übernehmen Verantwortung. Der Unterschied zur autoritären Erziehung ist das WIE. Wie ich mich positioniere und meine Grenze deutlich mache. Nämlich ohne Drohen, ohne Strafen und ohne Gewalt. Und indem auch ich die Grenzen meines Kindes respektiere. Denn aus der Entwicklungspsychologie und Bindungsforschung weiß man mittlerweile, dass es langfristig für das Kind schädlich und sogar entwicklungshemmend ist, wenn wir strafen, Konsequenzen androhen, es ignorieren und abweisen oder aus einer Gruppe ausschließen. Kinder sind nie gegen uns. Sie sind Teamworker! 

 
 
 
 
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